Wissenswertes über Osteoporose
Das menschliche Knochengerüst wird von Geburt des Menschen an bis ins Erwachsenenalter aufgebaut. Mit etwa 35 Jahren hat man die maximale Knochemasse, auch „Peak Bone Mass“ genannt, erreicht. Danach wird die Knochenmasse durch den veränderten Hormonhaushalt mehr ab- als aufgebaut. Der Knochen verliert kontinuierlich an Masse, das Risiko von Brüchen steigt. Durch die Osteoporose, die durch eine Störung des Knochenstoffwechsels gekennzeichnet ist, wird mehr Knochenmasse als üblich abgebaut.
Vorbeugen mit gesunder Ernährung
Mit gezielter Ernährung kann man der Osteoporose zum einen vorbeugen, zum anderen die medikamentöse Behandlung unterstützen. Die Ernährung sollte insgesamt reich an Kalzium und Vitamin D, Vitaminen und Mineralstoffen, aber möglichst arm an Kalorien, Fett und Cholesterin sein.
Die Versorgung des Organismus mit Kalzium spielt dabei eine bedeutende Rolle, da Kalzium einer der Hauptbausteine für die Knochensubstanz ist. Um den natürlichen Verlust dieses Mineralstoffs auszugleichen, sollte man kalziumreiche Lebensmittel zu sich nehmen. Schon zwei Scheiben Käse oder ein halber Liter Milch decken den Kalziumbedarf eines Erwachsenen. Kalzium ist außerdem in vielen grünen Gemüsesorten wie Brokkoli, Grünkohl, Fenchel, Lauch und Kohlrabi enthalten, außerdem in zahlreichen Kräutern wie Thymian, Majoran, Estragon und Basilikum. Es gibt auch zahlreiche Mineralwasser oder Säfte, die viel Kalzium enthalten. Einige Lebensmittel gelten wegen ihres hohen Gehaltes an Fett, Phosphat und Oxalsäure als Kalziumräuber. Dazu gehören Wurst, Cola, Schmelzkäse, Spinat, Rhabarber, Rote Beete, Süßigkeiten und Fertigprodukte. Auch der Genuss von Kaffee und Tee fördern die Kalziumausscheidung mit dem Urin.
Vitamin D wird in Zusammenwirken mit ausreichendem Sonnenlicht (UV-Strahlung) vom Körper selbst gebildet. Es reicht daher schon, wenn man sich täglich etwa 30 Minuten im Freien aufhält. Das Vitamin ist außerdem in Milchprodukten sowie in Eiern und einigen Fischsorten wie Hering, Makrele und Lachs enthalten. Vitamin D kann auch gemeinsam mit Kalzium als Tablette oder als Brausegranulat eingenommen werden.
Regelmäßige Bewegung ist wichtig
Regelmäßige und möglichst tägliche Bewegung ist ebenfalls wichtig in der Osteoporose-Prävention und Therapie. Dadurch wird der gesamte Stoffwechsel und auch der Knochenstoffwechsel aktiviert. Ohne Bewegung verliert der Körper kontinuierlich an Muskel- und Knochenmasse. Dem kann mit gezielter Gymnastik vorgebeugt werden. Bei Osteoporose werden besonders Ausdauer-Sportarten wie Wandern, Walking und Nordic Walking sowie Schwimmen oder Radfahren empfohlen. Auch Krafttraining ist sehr gut geeignet, weil durch das Muskeltraining größere Druck- und Zugbelastungen auf die Knochen entstehen und dadurch der Knochenstoffwechsel stärker angeregt wird.
Sport hilft auch, die durch die Osteoporose auftretenden Beschwerden zu mildern. Eine so erzielte bessere Koordination und Beweglichkeit sowie kräftigere Muskeln können außerdem die Gefahr von Stürzen und somit von Knochenbrüchen verringern. Schon regelmäßiges Treppensteigen oder Spaziergänge haben positive Auswirkungen.
Kerstin Kraska-Lüdecke
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